13. Juni 2012

Visitenkarten DIY

So wie eine Staubfluse an einem heißen Sommertag träge durch einen Sonnenstrahl über das Parkett tanzt, so schwebte mir neulich der Gedanke Visitenkarten durch den Kopf. Und so wie sich eine Staubfluse träge von Sonnenstrahl zu Sonnenstrahl tanzt um sich meinen Fingern zu entwinden, so verweigerte sich auch dieser Gedanke standhaft der endgültigen Beseitigung.

Denn direkt nach dem Gedanken kam der Gedanke BRAUCH ICH. Dicht gefolgt von MUSS ICH HABEN.

Visitenkarten sind für mich ja ein Zeichen für gerechtfertigte Existenz, anders als das im Rest der Welt ist. Da sind Wichtigkeit und der Besitz von Visitenkarten ja eher gegenläufige Strömungen. Aber ich wollte schon immer gerne Visitenkarten haben, vorallem um den Besitz einer hübschen Visitenkartenschatulle moralisch rechtfertigen zu können. Nun gut. Außerdem steht es auf meiner Life List. Zugegebenermaßen steht da Design business cards for me and my business aber das sind Details, Details...

Da ich bisher nicht dazu gekommen bin, mich selbständig zu machen oder auch nur den Ansatz einer visitenkartenträchtigen Beschäftigung nachzugehen, habe ich dann gestern einfach meine drohende Teilnahme am Workshop BLOGST am Samstag in Köln zum Anlass genommen, Visitenkarten zu basteln. Denn Druckenlassen erschien mir zeitlich zu knapp kann ja jeder.

Und weil ich auch schon immer mal kreativ erscheinen und Euch mit einem Cati-Basmati-DIY - Das ist... YEAH!!! - verwöhnen wollte, gibt es heute ein solches. Ich hätte Euch auch schon vorher ein DIY zum Thema Käsewürfeltetris schenken können, aber man muss ja auch ein wenig geheimnisvoll bleiben.

Als ich so durch die örtlichen Schreibwarenboutique flanierte und mit Wulfhilds Kinderwagen alles umstieß, was mir in die Quere kam, wurde ich von den Masking Tapes angesprungen. Bisher war mir immer nicht recht klar gewesen, was ich damit machen könnte, sollte ich jemals dem Kaufimpuls nachgeben. Ich brauche keine getapten Vasen, meine Cupcakes überleben nicht lange genug, dass sich Fähnchen lohnen würden und bis Ostern sind ja auch noch ein paar Tage.

Aber Visitenkarten sind der Grund, Masking Tape zu kaufen. Wer hätte das gedacht?
Hier als nun the Very First and Very Impressive Cati Basmati Business Card DIY (VFVICBBCDIY):

Alle Zutaten ordentlich vor sich hinlegen, damit man sich nachher, im Eifer des Gefechts, nicht vor Verwirrung selbst im Weg steht, denn es sind derer 4 verschiedene Zutaten. Eigentlich sind es sogar 104, weil unter dem Brause-Deckblatt ja 100 Blanko-Karteikarten der Größe DIN A8 liegen. Deren Größe fand ich passend, um mich vor dem Schneiden von drülfzehntausendzwanzig Kärtchen zu drücken. Läuft.


Wichtig ist auch, eine hübsche Tischdecke auf dem Basteltisch liegen zu haben, das hebt die Laune und erfreut das Auge.

Dann klebt man einen exakt auf die richtige Länge geschnittenes Stück Masking Tape über die gesamte Länge der Karteikarte. Man kann auch erst kleben und dann rechts und links knappkantig abschneiden, aber wo wäre da die Herausforderung?


Und schon ist die Vorderseite fast fertig. Aber was wäre eine Visitenkarte ohne einen Namen? Richtig, nur eine weiße Karteikarte in der Größe DIN A8 mit Masking Tape Streifen. Formerly known as nutzlos. Also schreibt man den Namen mit einem farblich passenden Stift schwungvoll drauf. Dabei wäre es nicht schlecht, wenn dieses Befriedigend in Handschrift auf dem Halbjahreszeugnis der fünften Klasse kein Trauma hinterlassen hätte.


Wenn man keine sehr hübsche Tischdecke hat, tut es natürlich auch ein hübscher Läufer mit einer darunterliegenden weißen Tischdecke. Auch das wirkt sehr frisch.

Nun wäre es dem Sinn und Zweck einer Visitenkarte auch zuträglich, Kontaktinformationen auf eben dieser zu verewigen. Dafür ist ausreichend Platz auf der Rückseite. Und wenn die Blogadresse genau so anfängt wie die E-Mailadresse, dann kann man sich ein paar Buchstaben sparen. My name is Schlau. Schweinchen Schlau.


Mehr Infos braucht meine Visitenkarte gar nicht. Und wenn ich doch jemandem noch eine Telefonnummer, ein Pseudonym oder meine Bankverbindung verraten möchte, dann ist dafür noch Platz. Wie praktisch.

Und schon ist man fertig. HALT, noch nicht ganz. Man muss noch die fertigen Visitenkarten aufgefächert und von den restlichen Zutaten dekoriert auf die hübsche Tischdeckenkombi legen und ein Foto machen, für falls man mal ein DIY verschenken möchte. Voilá.


Und kaum hab ich das hier fertig geschrieben,schießt die Torfabrik Mario Gomez ein Tor gegen die Niederlande. Wenn das mal kein gutes Zeichen ist. Europameister 2012, wir kommen.

Kommentare:

  1. Will ich auch... brauchen sowieso!
    Und ich muss schon sagen, sehr schönes Tape! Und die Schriftfarbe macht die Schriftart wieder wett! Nicht, dass ich das schöner könnte...
    Liebe Grüße

    AntwortenLöschen
  2. Die sind echt schön! Freu mich schon drauf sie am Samstag zu sehen!

    Lieber Gruß
    Steffi

    AntwortenLöschen
  3. Na ich bin auch gespannt auf Samstag und Deine Visitenkarten :-) Witzig geschrieben, habe sehr geschmunzelt :-)

    AntwortenLöschen
  4. Dann machen wir als ersten KLartentausch am Samstag - kann man das bitte noch in die Tagesordnung aufnehmen? :-)
    Die sind schön geworden, und ich bin froh, dass ich auch noch welche hab machen lassen.

    AntwortenLöschen
  5. "Klartentausch" sehr schön - ihr wisst, was ich meine

    AntwortenLöschen
  6. Du wirst die Veranstaltung rocken! Viel Spaß!

    AntwortenLöschen
  7. Ich finde die Handschrift gut, sie sieht immerhin aus, wie die einer erwachsenen Frau. Das können nicht viele...

    AntwortenLöschen