Wenn im Kreuzworträtsel mal das Adjektiv gesucht wird zu "Nähen eines bisher noch nie genähten Kleidungsstücks mit Hilfe einer fremdsprachigen Nähanleitung ohne Bilder" dann ist das: abenteuerlustig.
Zum Glück muss die potentielle Sommerbluse mit Knopfleiste und Bubikragen ja erst nächstes Jahr fertig sein. Also nach Herbst und Winter. Vielleicht sollte ich doch erst Stricken lernen? Rollkragen, Handschuhe und dicke Socken?
Cati Basmatis Welt
Heiterkeit, Esprit und Lebensfreude
23. Mai 2013
21. Mai 2013
Dienstags ans Ende der Welt: Das Tal der Blumen
Wer noch überlegt, was er nächstes Jahr zu Pfingsten tun könnte, außer nach Pankow zu reisen, dem sei folgende Wanderung ans Herz gelegt: durch das Tal der Blumen bei Kelmis und Lonzen in Ostbelgien.
Die Kaiserstadt ist ja nicht nur schön an sich, sondern auch nah an Belgien gelegen. Somit liegt es nahe, bei Sonnenschein mal rüberzumachen über die Grenze und durch das Tal der Blumen zu wandern. Dazu fordern übrigens auch jedes Jahr die Zeitungen auf, weil dann die Narzissen blühen, aber man kann das ruhig auch ohne Narzissen machen. Dass man einfach zu spät dran ist, muss ja keiner wissen.
Es empfiehlt sich, die 9 km lange Tour bei gutem Wetter zu wandern, denn es gibt unterwegs keine Einkehrmöglichkeit und Picknickse sind nun einmal bei Sonne schöner als mit ohne.
Wichtig ist auch, die Wanderroute nicht nur als PDF auf dem Handy und dort im Mailprogramm mit sich rumzuführen, denn wie gesagt: man ist in Belgien. Vielleicht klappt das mit der Internetverbindung nicht so gut.
Hat man dann den Weg wiedergefunden, geht es wunderschönst durch lichten Wald und wer trägt hier auf dem Bild den Rucksack mit dicker Wulfhild darin? Die Mutti. Will ich ja nur mal erwähnt wissen.
Wer drei Teller Nudeln schafft, der muss auch irgendwohin mit all den Kalorien und da die Strecke unglaublich eben ist - bis auf den einen kurzen Aufstieg zur Höhe der Eyneburg hinauf - kann man das ein oder andere Kaloriechen ablaufen.
Von den Angstschweißspuren auf meinem Rücken, hervorgerufen durch todesmutiges Überqueren von beviecherten Rinderweiden ohne Zaun zwischen mir und den Hörnern des Todes, schreibe ich hier nichts. Es sei nur gesagt: bin ich froh, dass Zäune erfunden wurden. Und Raketenwanderschuhe, mit deren Hilfe ich im Bedarfsfall hätte fliehen können. Zum Glück war ich auch so immer schneller als das Hufgetier. Rational kann ich in diesen Momenten nicht so gut.
Immerhin ist nach erfolgreicher Querung der letzten Weide mit unberechenbaren Bauernhofbewohnern ein Traktor zu Stelle, der mich und mein Smartphone kurzfristig ablenkt. Denn: I see faces.
Und dann sind wir auch schon wieder an der Eyneburg, die mein dringendes Kuchen- und Kaffeebedürfnis gekonnt ignoriert und mit Geschlossenheit glänzt. Weiß jemand ob die permanent zu hat? Oder lag es an Christi Himmelfahrt?
Immerhin schläft das Kind. Ist aber auch anstrengend, dieses Kilometerreißen.
Zum Abschluss wieder von der Höhe der Eyneburg runter auf Casinoweiherniveau und den letzten Kilometer zurück Richtung Auto.
Blumige Keywords für die Wanderung wären: Narzissen, wäre man zur richtigen Jahreszeit da. Also früher als wir. Galmeiveilchen. Oskarstollen. Hohnbach und Göhl. Mehr mit Ton dazu: beim BRF. Und nicht zuletzt: empfehlenswert, offroadkinderwagentauglich, wenige Höhenmeter und eventuell kein Kuchen im Burgcafé.
Dann mal los.
Die Kaiserstadt ist ja nicht nur schön an sich, sondern auch nah an Belgien gelegen. Somit liegt es nahe, bei Sonnenschein mal rüberzumachen über die Grenze und durch das Tal der Blumen zu wandern. Dazu fordern übrigens auch jedes Jahr die Zeitungen auf, weil dann die Narzissen blühen, aber man kann das ruhig auch ohne Narzissen machen. Dass man einfach zu spät dran ist, muss ja keiner wissen.
Es empfiehlt sich, die 9 km lange Tour bei gutem Wetter zu wandern, denn es gibt unterwegs keine Einkehrmöglichkeit und Picknickse sind nun einmal bei Sonne schöner als mit ohne.
Wichtig ist auch, die Wanderroute nicht nur als PDF auf dem Handy und dort im Mailprogramm mit sich rumzuführen, denn wie gesagt: man ist in Belgien. Vielleicht klappt das mit der Internetverbindung nicht so gut.
Hat man dann den Weg wiedergefunden, geht es wunderschönst durch lichten Wald und wer trägt hier auf dem Bild den Rucksack mit dicker Wulfhild darin? Die Mutti. Will ich ja nur mal erwähnt wissen.
Wer drei Teller Nudeln schafft, der muss auch irgendwohin mit all den Kalorien und da die Strecke unglaublich eben ist - bis auf den einen kurzen Aufstieg zur Höhe der Eyneburg hinauf - kann man das ein oder andere Kaloriechen ablaufen.
Von den Angstschweißspuren auf meinem Rücken, hervorgerufen durch todesmutiges Überqueren von beviecherten Rinderweiden ohne Zaun zwischen mir und den Hörnern des Todes, schreibe ich hier nichts. Es sei nur gesagt: bin ich froh, dass Zäune erfunden wurden. Und Raketenwanderschuhe, mit deren Hilfe ich im Bedarfsfall hätte fliehen können. Zum Glück war ich auch so immer schneller als das Hufgetier. Rational kann ich in diesen Momenten nicht so gut.
Immerhin ist nach erfolgreicher Querung der letzten Weide mit unberechenbaren Bauernhofbewohnern ein Traktor zu Stelle, der mich und mein Smartphone kurzfristig ablenkt. Denn: I see faces.
Und dann sind wir auch schon wieder an der Eyneburg, die mein dringendes Kuchen- und Kaffeebedürfnis gekonnt ignoriert und mit Geschlossenheit glänzt. Weiß jemand ob die permanent zu hat? Oder lag es an Christi Himmelfahrt?
Immerhin schläft das Kind. Ist aber auch anstrengend, dieses Kilometerreißen.
Zum Abschluss wieder von der Höhe der Eyneburg runter auf Casinoweiherniveau und den letzten Kilometer zurück Richtung Auto.
Blumige Keywords für die Wanderung wären: Narzissen, wäre man zur richtigen Jahreszeit da. Also früher als wir. Galmeiveilchen. Oskarstollen. Hohnbach und Göhl. Mehr mit Ton dazu: beim BRF. Und nicht zuletzt: empfehlenswert, offroadkinderwagentauglich, wenige Höhenmeter und eventuell kein Kuchen im Burgcafé.
Dann mal los.
18. Mai 2013
Es kam nicht nur die Sonne raus
Nein, nicht nur die Sonne. Es gibt auch eine neue Lieblingsfrage von Dombesucher an Domführer.
Die Antwort hab ich nach anfänglichem nur gucken noch nicht ganz fertig überlegt. Zur Disposition stehen bisher:
Was meint die werte Leserschaft?
"Und wie genau öffnet man die Vitrine des Marienschreins, wenn man da für die Heiligtumsfahrt die Reliquien herausnehmen möchte?"
Die Antwort hab ich nach anfänglichem nur gucken noch nicht ganz fertig überlegt. Zur Disposition stehen bisher:
"Die Glasscheiben werden dematerialisiert."
"Gar nicht, die Schreinöffnung wird nur noch virtuell angeboten."
"Mit dem Zeige- und Ringfinger der linken Hand. Ein ziemlich kompliziertes Bewegungsmuster."
Was meint die werte Leserschaft?
17. Mai 2013
Ganz falsch. Nochmal von vorne.
Manchmal weiß man ja schon im Moment der Entscheidung, dass diese falsch ist.
Heute: Bus fahren statt nass werden. Falsch.
An der Haltestelle kommt erstmal lange nichts, was nichts schlimm ist, weil das "lang" ja nur lang ist, weil es regnet. Und die ganzen 4 Minuten habe ich immerhin gekonnt genutzt, um mich genau da hinzustellen, wo jeder normale Fahrer eines Gelenkbusses mit seiner mittleren Tür zum Stehen kommt.
Außer Busdriver from Hell.
Der parkt einfach mal 5 Meter früher, so dass ich ungeschickt um eine abgesperrte Großbaustelle manövrieren muss, bevor ich den Kinderwagen in den Bus bugsieren kann. Immerhin wartet Busdriver from Hell mit dem Schließen der Tür, bis ich im Bus bin. Man muss sich auch mal über die kleinen Dinge freuen.
Merke: im Bus drin sein heißt nicht geparkt, Bremse angezogen, sicheren Halt gesucht. Aber gut. Wenn meine Beine einen intimen Paartanz mit dem Einkaufstrolley einer Mitreisenden aufführen, dann haben schließlich alle was davon und ich habe die Welt zu einem bessern Ort gemacht.
Diverse schwungvoll genommene Kurven später löse ich langsam die Umklammerung des Kinderwagens und drücke den Haltewunschknopf.
Busdriver from Hell hält den Bus an. Wir stehen an der Haltestelle, ich übe mich im Freuen über die kleinen Dinge. Denn wir stehen auch mit der offenen Tür direkt am Laternenpfahl. Gottseidank kann ich unseren wendigen Buggy ebenso gut ein- und ausparken, wie den dicken Mercedes, in dem ich damals fahren lernte. Sehr schlau, Busdriver from Hell. Mit ihnen fahr ich nicht wieder. Da werde ich lieber nass.
Außer bei Gewitter, dann probier ich es nochmal.
Heute: Bus fahren statt nass werden. Falsch.
An der Haltestelle kommt erstmal lange nichts, was nichts schlimm ist, weil das "lang" ja nur lang ist, weil es regnet. Und die ganzen 4 Minuten habe ich immerhin gekonnt genutzt, um mich genau da hinzustellen, wo jeder normale Fahrer eines Gelenkbusses mit seiner mittleren Tür zum Stehen kommt.
Außer Busdriver from Hell.
Der parkt einfach mal 5 Meter früher, so dass ich ungeschickt um eine abgesperrte Großbaustelle manövrieren muss, bevor ich den Kinderwagen in den Bus bugsieren kann. Immerhin wartet Busdriver from Hell mit dem Schließen der Tür, bis ich im Bus bin. Man muss sich auch mal über die kleinen Dinge freuen.
Merke: im Bus drin sein heißt nicht geparkt, Bremse angezogen, sicheren Halt gesucht. Aber gut. Wenn meine Beine einen intimen Paartanz mit dem Einkaufstrolley einer Mitreisenden aufführen, dann haben schließlich alle was davon und ich habe die Welt zu einem bessern Ort gemacht.
Diverse schwungvoll genommene Kurven später löse ich langsam die Umklammerung des Kinderwagens und drücke den Haltewunschknopf.
Busdriver from Hell hält den Bus an. Wir stehen an der Haltestelle, ich übe mich im Freuen über die kleinen Dinge. Denn wir stehen auch mit der offenen Tür direkt am Laternenpfahl. Gottseidank kann ich unseren wendigen Buggy ebenso gut ein- und ausparken, wie den dicken Mercedes, in dem ich damals fahren lernte. Sehr schlau, Busdriver from Hell. Mit ihnen fahr ich nicht wieder. Da werde ich lieber nass.
Außer bei Gewitter, dann probier ich es nochmal.
15. Mai 2013
MMM am 15. Mai 2013
Es gibt noch kein Hemdblusenkleid. Das liegt zum einen daran, dass ich noch kein Hemdblusenkleid genäht habe, zum anderen daran, dass ich erst den Picnic Blanket Skirt nach Tilly'schem Muster nähen musste.
Laaaaaaaaaaaaaangweilig, könnte man sagen, denn der sieht ja haargenau aus wie der Picnic Blanket Skirt von Tilly and the Buttons. Aber genau das war ja auch der Plan. Denn ich war schockverliebt, wie man so schön auf neubloggerisch sagt. Also begab ich mich auf die Suche nach genau so einem schwarz-weiß-karierten Baumwollstoff, wie auf den Bildern von Tillys Rock und los ging's.
Ich mag: es gibt viel Rock, weil die zweifache Hüftbreite auf Taillenweite gerafft wird. Schwing. Und er besteht aus rechteckigen Stücken, was bei einem so geometrisch-gradkantigem Muster wie meinem einfach herrlich zuzuschneiden ist. Und der Saum wird automatisch gerade. Ich sollte nur noch karierte Dirndlröcke nähen. Der Schnitt ist ganz einfach für die eigenen Körpermaße auszurechnen, da ja nur Rechtecke basieren auf eigenen Maßen geschnitten werden. Das komplizierteste ist das Umrechnen von Tillys Inch-Angaben in Zentimeter, aber das bekommt man schon hin. Es wird einmal sehr viel gerafft, das ist nervig aber auszuhalten, es wird eine Knopfleiste mit Knopflochpendant gezaubert und wenn ich das kann, kann das jeder. Ehrlich.
Und man soll ja heute schon an morgen denken. Wenn ich beim Älterwerden wegen ebenjenem aus lauter Frustration sehr viel Schokolade esse und gerade in der Körpermitte unglaublich viel zunehme, dann hab ich schon was anzuziehen. Denn der Picnic Blanket Skirt sollte eigentlich in der Taille sitzen. Täte er auch, wenn ich nicht zwischen Taillenumfangmessen und Taillenbandzuschnitt 10 Zentimeter Umfang verloren hätte. Oder aus Angst vor zu engem Taillenband mehrere Anproben ignoriert hätte, dass ich da zu großzügig war. Immerhin hab ich das schon auf dem Zettel mit meinen Maßberechnungen notiert. Der nächste Rock (ein altrosa gestreifter Stoff liegt schon parat, denn Tetik hatte Schlussverkauf im Ladengeschäft) wird dann hoffentlich in der Taille sitzen und nicht locker auf der Hüfte aufliegen. Denn so hängt er zu oft schräg durch bzw. vorne weiter runter als hinten. Noch schiebe ich das auf den Wintermantel, der heute darüber drapiert war. Frühling und so.
Nun aber das wichtigste. Seit ich Kleidung für mich nähe, wird anbeinahe so gut wie jedem Kleidungsstück etwas neues ausprobiert. Bisher: einen Rock nähen, ein Kleid nähen, Taschen, Ärmel und einen nahtverdeckten Reißverschluss, einen Rock mit Futter das deutlich als nichtgelungen eingestuft wurde nähen und Ärmel in denen man die Arme hochheben kann und zu guter letzt dekorative Falten. Highlight des neuesten Stücks: Knopflöcher. Und jetzt alle so YEAH. Aber wie immer: ist doch pippieinfach, wenn man es einmal verstanden hat.
Dem Hemdblusenkleid stehen nun nicht mal mehr Knopflöcher im Wege. Sehr gut.
Was wir morgen nähen könnten, ist im MeMadeMittwoch-Kleiderschrank zu sehen, heute präsentiert von Wiebke.
Laaaaaaaaaaaaaangweilig, könnte man sagen, denn der sieht ja haargenau aus wie der Picnic Blanket Skirt von Tilly and the Buttons. Aber genau das war ja auch der Plan. Denn ich war schockverliebt, wie man so schön auf neubloggerisch sagt. Also begab ich mich auf die Suche nach genau so einem schwarz-weiß-karierten Baumwollstoff, wie auf den Bildern von Tillys Rock und los ging's.
Ich mag: es gibt viel Rock, weil die zweifache Hüftbreite auf Taillenweite gerafft wird. Schwing. Und er besteht aus rechteckigen Stücken, was bei einem so geometrisch-gradkantigem Muster wie meinem einfach herrlich zuzuschneiden ist. Und der Saum wird automatisch gerade. Ich sollte nur noch karierte Dirndlröcke nähen. Der Schnitt ist ganz einfach für die eigenen Körpermaße auszurechnen, da ja nur Rechtecke basieren auf eigenen Maßen geschnitten werden. Das komplizierteste ist das Umrechnen von Tillys Inch-Angaben in Zentimeter, aber das bekommt man schon hin. Es wird einmal sehr viel gerafft, das ist nervig aber auszuhalten, es wird eine Knopfleiste mit Knopflochpendant gezaubert und wenn ich das kann, kann das jeder. Ehrlich.
Und man soll ja heute schon an morgen denken. Wenn ich beim Älterwerden wegen ebenjenem aus lauter Frustration sehr viel Schokolade esse und gerade in der Körpermitte unglaublich viel zunehme, dann hab ich schon was anzuziehen. Denn der Picnic Blanket Skirt sollte eigentlich in der Taille sitzen. Täte er auch, wenn ich nicht zwischen Taillenumfangmessen und Taillenbandzuschnitt 10 Zentimeter Umfang verloren hätte. Oder aus Angst vor zu engem Taillenband mehrere Anproben ignoriert hätte, dass ich da zu großzügig war. Immerhin hab ich das schon auf dem Zettel mit meinen Maßberechnungen notiert. Der nächste Rock (ein altrosa gestreifter Stoff liegt schon parat, denn Tetik hatte Schlussverkauf im Ladengeschäft) wird dann hoffentlich in der Taille sitzen und nicht locker auf der Hüfte aufliegen. Denn so hängt er zu oft schräg durch bzw. vorne weiter runter als hinten. Noch schiebe ich das auf den Wintermantel, der heute darüber drapiert war. Frühling und so.
Nun aber das wichtigste. Seit ich Kleidung für mich nähe, wird an
Dem Hemdblusenkleid stehen nun nicht mal mehr Knopflöcher im Wege. Sehr gut.
Was wir morgen nähen könnten, ist im MeMadeMittwoch-Kleiderschrank zu sehen, heute präsentiert von Wiebke.
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